Fünf Jahre GGL: Bilanz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder zeigt Wachstum und Herausforderungen
Geschrieben von Quinn Friedrich · 26.9.2026

Fünf Jahre GGL: Bilanz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder zeigt Wachstum und Herausforderungen

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat ihren Fünf-Jahres-Bericht vorgelegt und darin die Entwicklung seit der Gründung detailliert dargestellt, während die Organisation mittlerweile rund 100 Mitarbeiter beschäftigt und 129 lizenzierte Betreiber sowie Intermediäre beaufsichtigt, die zusammen 229 autorisierte Websites betreiben. Über 600 Aufsichtsmaßnahmen wurden allein im Jahr 2025 durchgeführt, und die Zahl der Verbotsverfahren gegen illegale Anbieter stieg von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025. Diese Zahlen verdeutlichen die zunehmende Intensität der Kontrolltätigkeit, die sich aus der wachsenden Marktdynamik ergibt.
Struktur und personelle Entwicklung der Behörde
Seit ihrer Einrichtung hat sich die GGL personell und organisatorisch erweitert, wobei die Belegschaft von anfangs wenigen Mitarbeitern auf etwa 100 Angestellte angewachsen ist, die in verschiedenen Fachbereichen wie Lizenzierung, Aufsicht und Rechtsdurchsetzung tätig sind. Die Behörde koordiniert die Aufsicht über den legalen Glücksspielmarkt in allen Bundesländern und arbeitet dabei eng mit den zuständigen Landesbehörden zusammen, während sie gleichzeitig als zentrale Anlaufstelle für Anträge und Überwachungsaufgaben fungiert.
Ergebnisse der Aufsichtstätigkeit und Marktdaten
Im Berichtszeitraum führte die GGL mehr als 600 Überprüfungen durch, die sowohl angekündigte als auch unangekündigte Kontrollen umfassten und sich auf Lizenzvoraussetzungen, Werberichtlinien sowie technische Sicherheitsstandards erstreckten. Parallel dazu wurden Verbotsverfahren gegen illegale Anbieter intensiviert, wobei die Fallzahl von 68 im Jahr 2022 kontinuierlich auf 287 im Jahr 2025 anstieg. Insgesamt wurden 1.843 illegale Websites unzugänglich gemacht, und das zentrale Spielersperrsystem LUGAS verzeichnet mittlerweile 5,3 Millionen registrierte Spieler. Eine wissenschaftliche Studie zur Kanalisierung ergab, dass der regulierte Markt einen Anteil von 77 Prozent erreicht hat, was die Wirksamkeit der bestehenden Rahmenbedingungen unterstreicht.

Rechtliche Grundlagen und aktuelle Forderungen
Der 2021 in Kraft getretene Glücksspielstaatsvertrag bildet die rechtliche Basis für die Tätigkeit der GGL, doch die Behörde weist in ihrem Bericht darauf hin, dass eine fortlaufende Evaluation notwendig sei, um schneller auf Veränderungen im Markt und bei technologischen Entwicklungen reagieren zu können. Die bestehenden Verfahren und Zuständigkeiten sollen dabei auf ihre Anpassungsfähigkeit überprüft werden, während zugleich die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Aufsichtsstellen weiter ausgebaut wird. Experten haben beobachtet, dass die steigende Zahl von Verbotsverfahren eng mit der verbesserten technischen Infrastruktur zur Blockade illegaler Angebote zusammenhängt.
Technische Umsetzung und Spielerschutzmaßnahmen
Die Sperrung illegaler Websites erfolgt in enger Kooperation mit Internetprovidern und erfolgt auf Grundlage gerichtlicher oder behördlicher Anordnungen, wobei die GGL regelmäßig Listen aktualisierter Adressen veröffentlicht. Im LUGAS-System werden Spielerdaten zentral erfasst, um Mehrfachregistrierungen und problematische Spielverhalten frühzeitig zu erkennen, und die 5,3 Millionen Einträge zeigen eine breite Nutzung des Systems durch die lizenzierten Anbieter. Die Behörde dokumentiert zudem, dass die Kanalisierungsquote von 77 Prozent aus der wissenschaftlichen Untersuchung auf eine zunehmende Akzeptanz des regulierten Angebots hindeutet.
Ausblick und laufende Entwicklungen
Die GGL kündigt an, die gewonnenen Erkenntnisse aus den ersten fünf Jahren in die weitere Ausgestaltung der Aufsichtspraxis einfließen zu lassen, während gleichzeitig die Evaluation des Staatsvertrags vorangetrieben wird. In diesem Zusammenhang werden Anpassungen diskutiert, die eine flexiblere Reaktion auf neue Spielformen und digitale Entwicklungen ermöglichen sollen. Die Pressemitteilung der Behörde Fünf Jahre GGL: Fachbehörde hat sich etabliert und ist wirksam fasst die zentralen Statistiken und Handlungsfelder zusammen und verweist auf ergänzende Veröffentlichungen im Bereich der Whitelists.
Conclusion
Die vorliegende Fünf-Jahres-Bilanz der GGL dokumentiert somit sowohl den personellen und strukturellen Ausbau der Behörde als auch die gestiegenen Aktivitäten im Bereich der Marktüberwachung, wobei die Zahlen zu lizenzierten Angeboten, Sperrungen und Spielerregistrierungen einen klaren Überblick über den aktuellen Stand geben. Die Forderung nach einer fortlaufenden Anpassung der rechtlichen Grundlagen bleibt ein zentrales Element für die kommenden Jahre, während die Behörde ihre Aufgaben weiterhin auf Basis der bestehenden Daten und Erkenntnisse wahrnimmt.